Der WWF wurde in dem gekrönten Film “Pakt mit dem Panda – was uns der WWF verschweigt” von Wilfried Huismann stark kritisiert. Vermeintliche Beziehungen zur Agrarindustrie, Monokulturen und die Verschwendung von Spendengeldern werden in dem Film, der in Argentinien, den USA, Indonesien und Indien gedreht wurde, angesprochen. Dabei geht es vor allem um den Schutz der bedrohten Tiger, der angeblich seitens des WWF nicht gewährleistet ist.
Der WWF veröffentlicht Richtigstellung und weist Vorwürfe ab
Der Film richtet sich gegen die Verantwortlichen des WWF und greift die Umweltschützer besonders wegen dem fehlenden Schutz der Tiger und deren Lebensräume an. Die Tiger würden kaum oder gar nicht unterstützt und die dafür gespendeten Summen würden in anderen Quellen versickern. Seitens des WWF wurden die Vorwürfe dementiert und eine Richtigstellung in Form eines “Faktenchecks” veröffentlicht. Der Film kritisiert, dass das 1974 angeblich vom WWF gestartete “Projekt Tiger” trotz der Spenden nicht erfolgreich gewesen sei, da sich die Anzahl der Tiger in Indien verringert statt vergrößert habe. Der WWF stellt in dem Faktencheck fest, dass es das WWF-Tigerprojekt überhaupt nicht gibt. Der WWF konnte aber erreichen, dass der weltweite Tierschutz den Schutz der Tiger in die Agenda aufgenommen hatte. Der WWF konzentriere sich auf international zwölf Lebensräume der Tiger und war 2010 auf dem Tigergipfel in Russland präsent. Hier habe man beschlossen, die weltweiten Lebensräume der Tiger zu schützen und diesen Schutz weltweit zu vernetzen. Der WWF sieht in dem Film einen massiven Angriff, der jegliche Grundlage entbehre.
Die Null-Toleranz-Policy des WWF gegen den Vorwurf der Spendengeldverschwendung
Der Umweltaktivist Ullash Kumar äußert sich im Film kritisch gegenüber den Aktivitäten des WWF und behauptet, dass die Spendengelder zwar nach Indien fließen, jedoch nicht für den Schutz der Tiger eingesetzt würden. Stattdessen würde das Geld in die Taschen der Forstbeamten vor Ort fließen, die in Immobilien und Häuser investierten und so den Ökotourismus unterstützen. Diesen Vorwurf weist der WWF als falsch zurück und verweist auf die Null-Toleranz-Policy des WWF gegenüber der Korruption. Die Spendengelder würden nachweislich in weltweite Tigerprojekte investiert und nicht direkt an die Forstbeamten weitergeleitet. Von einer Fehlleitung und Fehlverwendung der Spendengelder könne keine Rede sein. Weiter verweist der WWF darauf, dass in dem Netzwerk des WWF nur schriftliche Verträge gelten und sich der WWF als gemeinnützige Organisation unabhängigen Prüfungen seitens der Wirtschaftsprüfergesellschaft unterzieht. Hier erreichte der WWF stets einen uneingeschränkten Prüfungsvermerk, was die ordnungsgemäße Verwendung der Spendengelder dokumentiere.
Vorwürfe des Films und der Faktencheck des WWF
Der in der ARD ausgestrahlte Film von Wilfried Huismann kritisierte den WWF und seine Organisationspolitik. Die wichtigsten Vorwürfe waren die Versickerung der Spendengelder, die daraus resultierende Korruptionsbegünstigung und der fehlende Einsatz für den Erhalt der bedrohten Tiger. Seitens des WWF wurde ein Faktencheck veröffentlicht, in dem die Vorwürfe den Fakten der Organisation gegenübergestellt wurden. Laut des WWF seien diese Fakten prüfbar und nachweisbar. Der Film stelle falsche Behauptungen auf und habe den Zweck, den weltweit bekannten WWF in ein schlechtes Licht zu rücken. Wer nun recht hat, ist ungewiss.
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