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Am 3. Januar 2012 | Von Panda

Nachhaltigkeit – was bedeutet das genau?

NachhaltigkeitDer Begriff “Nachhaltigkeit” gewinnt zunehmend an Bedeutung und taucht immer häufiger an ganz unterschiedlichen Stellen auf. Doch was bedeutet Nachhaltigkeit überhaupt? Die gegenwärtig bekannteste Erklärung dieses Begriffs lautet wohl: “Nachhaltigkeit ist die dauerhafte Entwicklung, welche den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten nachkommender Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zufriedenzustellen und ihren Lebensstil zu wählen.”

Nachhaltigkeit in früherer Zeit

Ursprünglich stammt der Begriff “Nachhaltigkeit” aus der Forstwirtschaft. Bereits im 18. Jahrhundert erkannte der Sachse Carl von Carlowitz, der am kursächsischen Hof in Freiberg den dortigen Bergbau leitete, dass Holz nur in der Menge geschlagen werden durfte, in der es auch wieder nachwachsen konnte. Nur dadurch könne gewährleistet werden, dass der Wald nicht beeinträchtigt wird und folglich auch noch den nachkommenden Generationen zur Verfügung steht. Carlowitz war zudem bewusst, dass durch den steigenden Energiebedarf schon längst eine Knappheit an Holz entstanden war. Da die Menge Holz, die für die Versorgung nötig war, aber nicht so schnell nachwachsen konnte, sollte nun durch Aufforstung ausgeglichen werden. Das Prinzip der Nachhaltigkeit bedeutete damals also nicht, dem Wald lediglich die Menge Holz zu entnehmen, welche nachwachsen konnte, sondern darauf zu achten, dass die Menge Holz, die gebraucht wurde, auch zur Verfügung stand. Erst viel später kam zu diesem wirtschaftlichen Aspekt auch die ökologische Ansicht hinzu. Nachhaltige Wirtschaft sollte nicht nur ausreichend Holzerträge und eine beständige Rentabilität der Holzwirtschaft sicherstellen, sondern zusätzlich auch den Erholungswert, die Schutzwirkung und das Landschaftsbild des Waldes schützen. Nachhaltigkeit wurde nun im Sinne der ökologischen und ökonomischen Ansichten zusammengefasst.

Nachhaltigkeit heute

Erneut tauchte der Begriff “Nachhaltigkeit” dann 1987 in einem Bericht für Umwelt und Entwicklung der Weltkommission auf. Von der englischen Bezeichnung “Sustainable Development” wurde jedoch erst auf dem Weltumweltgipfel 1992 in Rio de Janeiro Gebrauch gemacht. Seither sind die Begriffe “Nachhaltigkeit” und “Sustainable Development” feste Bestandteile im Bereich der Umwelt- und Nachhaltigkeitsbewegung. Das Ziel der nachhaltigen Entwicklung ist eine sparsame und effiziente Nutzung von Ressourcen damit natürliche Lebensgrundlagen erhalten bleiben. Nach diesen Richtlinien muss jegliche Form von sozialem oder wirtschaftlichem Fortschritt auch für das Ökosystem über längere Zeit hinweg vertretbar sein. Es gilt also, eine ökonomische, ökologische und sozial dauerhafte Richtung in der menschlichen Weiterentwicklung regional und auch global einzuschlagen. Somit bedeutet nachhaltige Entwicklung also längerfristiges Denken. Es geht darum, die gegenwärtigen Bedürfnisse zu decken, ohne den nachfolgenden Generationen die Fähigkeit zur Erfüllung ihrer Lebensnotwendigkeiten zu gefährden.

Nachhaltigkeit in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik

Nachhaltigkeit bedeutet also, dass nachwachsende Rohstoffe zwar genutzt werden können, ihre Regenerationsrate jedoch keinesfalls überschritten werden darf. Energie und Stoffe dürfen auf Dauer nur soweit freigesetzt werden, dass sich Öko-Systeme noch anpassen können. Risiken durch anthropogene Einwirkungen, welche für die Gesundheit der Menschen unvertretbar sind, müssen vermieden werden. Güter der Natur, die nicht erneuerbar sind, dürfen lediglich in der Menge genutzt werden, wie deren Funktionen durch andere Güter ausgleichbar sind. Nachhaltigkeit hat jedoch nicht nur ökologische Bedeutung, sondern stellt ebenso einen wirtschaftlichen Grundsatz dar, dessen Verwirklichung durch Gesetze, die zur sozialen Gerechtigkeit führen, geschaffen werden muss. Jedoch dürfen diese Gesetze nicht nur regional gelten sondern auch global.

Inhaber Fotorechte: N-Media-Images – Fotolia

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